Ortsspezifische Installation im Zugabteil, 2016 // Acryl, Dispersion, Papier, Metallklammern
Kulturinsel/Zollamt, Stuttgart
Site specific Installation in old train waggon, 2016 // Acrylic, Dispersion, Paper, Staples
Kulturinsel, Stuttgart, Germany
RAZZLE DAZZLE oder die Verwirrung des Feindes
Im Inneren eines ausrangierten Eisenbahnwaggons handbemaltes, großformatiges Papier angebracht und daruch eine immersive Umgebung Erfahrung erzeugt. Die Geschichte des berühmten schwarz-weißen geometrischen Tarnmusters geht auf den Ersten Weltkrieg zurück. Marineschiffe wurden mit geometrischen, unterbrochenen Linien bemalt, um den Feind zu verwirren. Der räumliche und illusionäre Eindruck von Tiefe machte es schwierig, die Entfernung der Schiffe zu bestimmen. Heute hat das Muster seinen Weg in die Populärkultur gefunden und wird in Design, Architektur und Kunst verwendet. Der starke visuelle Reiz, der durch das kontrastreiche und kantige Design erzeugt wird, sorgt nicht nur für starke optische Reize und Verwirrung, sondern auch dafür, den Überblick über die Raumdimension verlieren und in eine andere Welt einzutreten. Durch die Erfahrung des Betrachters*in wird diese/r zum Teil des Werkes. In dieser abstrakten Umgebung als begehbarer Skulptur tauchen die Besucher*innen in eine surreale Umgebung der Interaktion ein. Der Raum wurde als Bühne für Fotos, Selfies und zum 'Posing' in unterschiedlichenKörperhaltungen und sozialen Konstellationen genutzt.
RAZZLE DAZZLE or Confusing the Enemy
An old train wagon was transformed into an immersive environment by installing hand-painted large-scale paper in the interior. The history of the famous black & white geometric camouflage pattern goes back to the first world war. Navy vessels were painted with geometric, broken lines to confuse the enemy. The spatial and illusionary impressions of depth made it challenging to determine the distance of the ship. Today the pattern found its way into popular culture & is used in design, architecture, art. The strong visual stimulus generated by the high contrast and hard edge design causes not just strong optical impulses and confusion but also the experience of losing track of space while entering a different dimension. The public identifies and understands the artistic need to extend the image as a place where the experience of the viewer becomes part of the work. To present and realize this immersive environment as an accessible sculpture lead the visitors from reality into an unreal scape of interaction. The space was used as a stage for photographs, selfies and posing in different social constellations.