Solo Exhibition, Grafik Shop 2014 // Papier, Karton, Acryl, Vinyl, Klebeband, Siebdrucke
JUST - Episoden in der Calwer Passage Stuttgart
Solo Exhibition, Grafik Shop 2014 // Paper, Cardboard, Acrylic, Vinyl, Tape, Screenprints
Just - Episodes in the Calwer Street Stuttgart, Germany
Der Grafik Shop Coming Soon wurde als Gesamtkonzept, welches ein Farbschema, ein geometrisches, fortlaufendes In-situ-Gemälde, Klebebandzeichnungen, gemalte Plakate und Siebdruckeditionen beinhaltete, entwickelt. Alle Arbeiten bis auf die Siebdrucke entstanden im Raum selbst. Der Grafik Shop untersuchte die Schnittstellen von Kunstproduktion, Konsum und Präsentation innerhalb der Ladenpassage und somit im öffentlichen Raum.
The Grafik Shop Coming Soon was developed as an overall concept that included a color scheme, a geometric ongoing in situ painting, tape drawings, painted posters, and silkscreen editions. All of the works except for the silkscreens were created in the space itself. The Graphic Shop explored the intersections of art production, consumption, and presentation within the store's mall, and thus in public space.
Pressemitteilung JUST Mai 2014
Im Mai und Juni wird die Calwer Passage im Zentrum Stuttgarts zum Spielort kontemporären Kunstgeschehens. Die Kuratoren, Laura Bernhardt, Demian Bern und ihr Team, laden in die leerstehenden Boutiquen dieses postmodernen Kleinods Künstler unterschiedlicher Disziplinen, Stuttgarter Kunstinstitutionen und weitere Kooperationspartner zu sogenannten »Raumstipendien« ein. Sechs Projektwochen lang greifen Ausstellungen, Workshops, Vorträge und hybride Formate ineinander. JUST spannt den Bogen für prozessuale Arbeitsweisen, Installationen, Performances, Interventionen und institutionelle Schnittstellen. Die Episode als Handlungsformat öffnet Passanten, Besuchern und Kooperationspartnern Zugänge zu künstlerischen Positionen und bietet sowohl Plattformen als auch Reibungsflächen zwischen den Akteuren. In den vom Eigentümer zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten sollen nicht ausschließlich ästhetische Äußerungen erzeugt und diskutiert werden. Die besonderen Konstellationen geben auch Forderungen Ausdruck nach einem direkten Zusammenwirken, mutigen Initiativen und der Bereitschaft zur aktiven Auseinandersetzung – für die Kunst und für die Stadt.
Im wöchentlichen Wechsel verwandeln künstlerische Positionen die acht Ladenflächen in Stätten der Produktion und des Austauschs. Jede Projektwoche beginnt freitags mit einer Vernissage und endet am darauffolgenden Donnerstag mit einer Finissage. Punktuell gliedern sich Seminare, Workshops, Kunstvermittlungen und Vorträge in die künstlerischen Episoden ein. Sie thematisieren u.a. Existenzfragen des Künstlers und den Stellenwert von Kultur im urbanen Raum und schaffen damit ein offenes Diskursfeld, das die Bezüge von Kunst und Gesellschaft aktiv zu verorten sucht. Auch in den räumlich parallel stattfindenden Episoden werden die Künstlerinnen und Künstler solche Themen bearbeiten und mit einem Publikum verhandeln. Erst zum Ende der sechs Wochen jedoch wird sich ein Gesamtbild ausmachen lassen, das sich in mannigfaltigen Verknüpfungen und neuen Konstellationen manifestiert und der Zukunft und sich selbst neue Aufgaben stellt.